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O-Phasen Newsletter 2023
- Infostände und Erstibeutel:
- Campusplan und Stadtführungen:
- Mehr Infos zu Studiengang und Studienfach:
- Wohlfühl-O-Phase für alle - Der Code of Conduct:
- Sozialberatung
- Semesterticketrückerstattung
- Pressemitteilung zum Urteil für Dienstvergehen des Göttinger Professors
- Alternative O-Phase
- Kultur-Tour
- Jeja Klein “Hass den Sexismus, aber hab gefälligst Sex?!” - Dienstag 24.10. 19 Uhr, ZHG 105
- Antifaschistische Vortragsreihe im Oktober/November
- Leon Enrique Montero: “Reise nach Germania”
- Eltern-Kind-Café
- TVStud: anstehende Veranstaltungen
- Gedenkstättenfahrt nach Bergen-Belsen am 28.10
- Queere Waffeln 01.11., 10:30 Seminarraum 1, AStA Göttingen
- Kolonialkritischer Stadtrundgang am 03.11
- Rona Torenz “Ja heißt Ja?!” Feministische Debatten über einvernehmliche Sex - Freitag 03.11., 19 Uhr, ZHG 105
- “Von Damals bis Heute: Antikoloniale Widerstände in Westsahara” am 09.11.
- Nox “Ja heißt Ja” ist nicht genug - Sex und Machtverhältnisse - Samstag 11.11., 16:30 Uhr, Seminarraum 1&2, AStA Göttigen
- Themenwoche Psychische Gesundheit
- Maurice Höfgen: “Was alle über Wirtschaft wissen sollten, aber im Studium zu kurz kommt”
- Kim Posster: "Kritik der Männlichkeit statt kritische Männlichkeit" - Freitag 29.11., 19 Uhr, ZHG 105
- Dr. Ronen Steinke: “Verfassungsschutz. Wie der Geheimdienst Politik macht”
- Emilia Roig - "Das Ende der Ehe", 13. Dezember 2023 20:00 Uhr, ZHG 010
- Tagung: Internationalisierung der Hochschulen
- Hinsehen – Mitmachen – Mitgestalten: Befragungsstart im November
Hey liebe Erstis, hey liebe Studierende!
Wir als AStA heißen dich herzlich willkommen zu deinem neuen Lebensabschnitt in Göttingen!
Eins möchten wir dir vorweg schon mitgeben: Wir als AStA haben für deine Fragen - ob zum Studium oder unserer Arbeit - immer ein offenes Ohr und versuchen, dir schnellstmöglich weiterzuhelfen. Hierzu findest du viele hilfreiche Infos auf unserer Website oder Insta. Die Kontaktmöglichkeiten sind auch unten noch einmal aufgeführt.
Wir versuchen dich bestmöglich zu unterstützen und dir Informationen bereitzustellen, die dir einen angenehmen Studienanfang in Göttingen bereiten sollen.
Über deine Fachschaft, Fachgruppe oder die Tutor*innen deiner O-Phase erhältst du die wichtigsten Informationen bezüglich deines Studienfaches und den Start ins erste Semester! Damit du immer auf dem neusten Stand bist, sind wir als AStA auch auf verschieden Social-Media-Kanälen vertreten, denen Ihr folgen könnt.
Du kannst uns jederzeit eine
E-Mail mit deinem Anliegen senden. Wir helfen dir sehr gerne bei Problemen, beantworten Fragen oder leiten dich an die entsprechenden Stellen weiter.
Einige weitere Infos erhältst du auch nochmal in unserem
digitalen Beutel
In diesem Newsletter kommen nun erstmal einige Infos zum Einstieg in dein Uni-Leben, danach stellen wir die Beratungsangebote des AStAs und zum Schluss folgen noch viele spannende Veranstaltungen für die nächste Zeit! Viel Spaß beim Lesen.
So kontaktierst du uns:
Insta:
@asta_unigoe
Telegram:
@astaunigoe
Twitter:
@asta_unigoe
Mail an:
sekretariat@asta.uni-goettingen.de oder
erstsemester@asta.uni-goettingen.de
Homepage:
www.asta.uni-goettingen.de
Infostände und Erstibeutel:
Wir sind in der Zeit vom 16. bis 26.10. mit unseren Ständen am Z- und Nord-Campus. Wann und wo wir am jeweiligen Tag sind, erfährst du auf Insta. Komm gerne vorbei und mit uns ins Gespräch. Hier kannst Du, neben Infos zum AStA und der Hochschulpolitik, auch verschiedene Beiträge der Gruppen und Initiativen in und um die Uni kriegen. Wir haben auch einige Materialien, wie Buttons, Sticker und ein Kartenspiel zum mitnehmen für euch - kommt also auf jeden Fall vorbei!
Zudem haben wir AStA-Beutel gepackt. Diese werden über die Fachgruppen und Fachschaften an dich weitergegeben, sofern diese Beutel bestellt haben.
Campusplan und Stadtführungen:
Wollt Ihr wissen wo Eure Fakultät angesiedelt ist oder wo beispielsweise die SUB ist? Mithilfe des Lageplans der Uni könnt Ihr Euch somit zumindest virtuell bereits auf dem Campus zurechtfinden. Den Link dahin findet Ihr
hier. Die Uni bietet zudem auch eine
App für Android an, sodass Ihr euch den Lageplan auch direkt auf Euer Smartphone laden könnt. Hier findet ihr außerdem die Spender der kostenlosen Menstruationsprodukte und Infos zur Barrierefreiheit der Uni-Gebäude.
Mehr Infos zu Studiengang und Studienfach:
Du hast vermutlich noch eine Menge Fragen zu deinem Studiengang hier an der Uni.
Hier können wir als AStA nur bedingt helfen. Aufgrund der diversen Studiengänge ist es leider nicht möglich dich fachgerecht zu beraten. Gerne helfen wir, indem wir auf die offiziellen Beratungsstellen oder die jeweilige Fachschaft verweisen.
Die beste Anlaufstelle ist jedoch die Orientierungsphase (O-Phasen) deiner Fachschaft bzw. Fachgruppe. Die meisten Studiengänge bieten diese an. Wir wünschen dir viel Spaß!
Wohlfühl-O-Phase für alle - Der Code of Conduct:
Die O-Phase soll eine Veranstaltung für alle sein. Sie gibt die Möglichkeit, sich in das Studium einzufinden und neue, hoffentlich langanhaltende Freundschaften und Beziehungen zu formen. Um die O-Phase für dich möglichst angenehm zu gestalten, haben wir einen einen Code of Conduct, einen Verhaltenskodex, erstellt. Falls du mitbekommst, dass während deiner O-Phase dagegen verstoßen wird, kannst du dich an die O-Phasen-Teams und die am Ende des Absatzes angefügten Stellen wenden.
Der Code ist folgender:
- Achte auf dein Umfeld und versuche niemanden zu gefährden. Auch wenn der Start ins Studium wichtig ist, müssen trotzdem die Auflagen eingehalten werden.
- Scheu dich nicht, Fragen zu stellen. Die Planenden der O-Phase sind bei Fragen und Problemen aller Art, zu jeder Zeit ansprechbar. Sie können dir bei den verschiedensten Anliegen weiterhelfen.
- Respektiere die Grenzen deiner Mitmenschen und schaffe somit eine Atmosphäre, in der es anderen leicht fällt ihre Grenzen zu zeigen. Nenne auch deine Grenzen, damit andere sie leichter erkennen können.
- Du sollst die Möglichkeit haben, in der O-Phase Spaß zu haben zu deinen eigenen Konditionen. Nein heißt nein und nur ja heißt ja, dies ist keine Diskussionseinladung. Höre auf dich.
- Nenne in den Gruppen deinen bevorzugten Namen und deine Pronomen. Niemand kann vom Aussehen auf das Geschlecht schließen.
- Während der O-Phase solltest du ein breites Angebot an Veranstaltungen vorfinden, wenn nicht in deinem Fach, dann beispielsweise in der Alternativen O-Phase (mehr Infos hierzu findest du im digitalen Erstibeutel).
- Die O-Phasen-Teams sind für dich da. Wende dich an sie, wenn dir unangenehmes sowie problematisches Verhalten auffällt.
- Du musst nichts tun, wozu du keine Lust hast. Du kannst frei entscheiden, was du machen willst und was nicht.
- An der Uni gehört Alkohol nicht zu deiner Pflicht. Falls es zu den Veranstaltungen passt, kannst du zwar trinken, aber verhalte dich verantwortungsvoll - dir und vor allem anderen gegenüber.
Wenn dir während der O-Phase etwas Unangenehmes auffällt oder widerfährt, kannst du immer mit den Veranstaltenden sprechen. Die allermeisten Dinge sollten sich durch ein Gespräch klären. Andernfalls kannst du dich auch jederzeit an die verschiedenen Beratungsstellen in der Uni (z. B. die dezentrale Gleichstellungsbeauftragte der Uni:
doris.hayn@zvw.uni-goettingen.de sowie die AStA-Erstibetreuung:
erstsemester@asta.uni-goettingen.de wenden.
Sozialberatung
Unser Sozialreferat bietet eine Beratung zu Fragen rund um alle sozialen Belange des Studiums an.
Kommt mit all Euren Fragen zu Studienfinanzierung, Studieren mit Kind, barrierefreiem Studium, Semesterticketrückerstattung uvm. auf uns zu, wir versuchen, Euch weiterzuhelfen!
Darüber hinaus könnt Ihr uns natürlich jederzeit eine E-Mail an
soziales@asta.uni-goettingen.de schreiben, wir versuchen immer schnell alle Fragen zu beantworten. Grundlegende Informationen zu den Themen findet Ihr auch auf unserer Website.
Die Sprechzeiten des Sozialreferats sind aktuell jeden Freitag von 10-12 Uhr. (Neue Termine für das Wintersemester geben wir noch bekannt) Zu diesen Zeiten könnt ihr uns auch telefonisch unter der Nummer: 0551-39 34566 kontaktieren.
Semesterticketrückerstattung
Auch in diesem Semester gibt es wieder die Möglichkeit, sich unter bestimmten Voraussetzungen die Beiträge für die Semestertickets (Bahn, Bus und Kultur) rückerstatten zu lassen. Die Tickets kannst Du trotzdem weiter nutzen!
Generell sind zwei Typen der Semesterticketrückerstattung zu unterscheiden. Zum einen gibt es die Rückerstattung für Studierende mit einem Schwerbehindertenausweis oder einer Doppelimmatrikulation (Typ A). Zum anderen gibt es die Rückerstattung für sogenannte Härtefälle (Typ B).
Weitere Informationen findet ihr hier:
asta.uni-goettingen.de/services/semestertickets/semesterticketrueckerstattung
Weitere Fragen beantworten wir gerne im Rahmen der Sozialberatung.
Pressemitteilung zum Urteil für Dienstvergehen des Göttinger Professors
In der vergangenen Woche wurde das Urteil im Prozess um einen Göttinger Professor gefällt. Der 60-jährigen Professor aus der Forstwissenschaft wurde wegen schwerwiegender Dienstvergehen, darunter sechs Fälle von sexueller Belästigung, vom Verwaltungsgericht Göttingen verurteilt. Als Strafe wird sein Gehalt für fünf Jahre um monatlich etwa 2.000 Euro reduziert. Trotz der Vorwürfe und des Urteils muss der Professor seine unbefristete Stelle an der Universität nicht aufgeben. Das Gericht begründete dies damit, dass das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber noch nicht vollständig zerstört sei. Wir halten dieses Urteil für zu schwach und haben uns deshalb in einer Pressemitteilung zum Thema positioniert. Hier könnt ihr die vollständige Pressemitteilung lesen:
AStA kritisiert mildes Urteil für Dienstvergehen Göttinger Professors
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen zeigt sich zutiefst schockiert über das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen im Fall des Professors, der trotz schwerwiegender Vergehen lediglich eine Gehaltskürzung erhielt.
Das Gericht hat zwar festgestellt, dass der Professor Macht- und Hierarchieverhältnisse ausgenutzt hat, jedoch lediglich eine auf 5 Jahre begrenzte Reduktion des Gehalts verfügt. Die Begründung des Urteils seitens der Gerichtssprecherin ist für uns nicht nachvollziehbar. Es ist für uns nicht verständlich, wie das Gericht trotz sechs eindeutig bestätigter Fälle von sexualisierter Belästigung und des eindeutig bevorzugten weiblichen Opfertyps zu dem Schluss kommen konnte, nicht erkennen zu können, „dass die Motivation [auch] sexuell war“. Ebenso unerklärlich ist es, wie von einem Angeklagten, der während des gesamten Prozesses als uneinsichtig beschrieben wurde, in naher Zukunft eine Einsicht und Verbesserung des Verhaltens erwartet werden kann. Diese Entscheidung, die dazu führte, dass der Professor trotz der Schwere der Vorwürfe nicht entlassen wurde, ist alarmierend und wirft ernsthafte Fragen über das Justizsystem und seine Fähigkeit auf, Betroffene sexualisiserter Übergriffe zu schützen.
Wie bereits im vorangegangenen Strafprozess gegen den Hochschullehrer, wurde trotz einer erdrückenden Sachlage eine sehr milde Würdigung der Beweise sowie eine unverständlich positive Prognose vorgenommen. Diese Urteile senden ein verheerendes Signal und entmutigen Betroffene von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch. Welches Zeichen will man hier jungen Frauen senden, die es wagen, sich in ein männerdominiertes System hierarchischer Abhängigkeit zu begeben? Es ist kein Wunder, dass wir noch immer von einer „Leaky Pipeline“ in der Wissenschaft sprechen, wenn solche Vorfälle weder hinreichend aufgearbeitet, noch angemessen sanktioniert werden. Die Unattraktivität der Wissenschaft für Frauen, die durch die Inkonsequenz unseres Justizsystems keinen Schutz finden, schadet allen Universitäten und akademischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen ungemein.
Auch die Universität hätte entschlossener handeln müssen, um ein angemessenes Urteil sicherzustellen. Es ist peinlich, dass die Universität, die durch ihr inkonsequentes Verhalten in Form des Verzichts auf eine Abmahnung die Entscheidung des Gerichts in dieser Form ermöglicht hat, sich nun „überrascht“ zeigt.
Abschließend fordern wir die Universität Göttingen auf, konkrete Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen zu ergreifen. Das durch die Gehaltskürzung „gesparte“ Geld sollte in den Betroffenenschutz und in die Prävention investiert werden, etwa durch die Wiedereinführung einer Antidiskriminierungsstelle und die Schaffung sicherer Räume für Betroffene. Durch Fälle wie diesen wird die immense Wichtigkeit solcher strukturellen Veränderungen einmal mehr unterstrichen.
Der AStA ruft die Studierenden der Universität dazu auf, sich solidarisch mit den Betroffenen zu zeigen. Weiterhin fordern wir, dass die Universität und ihre Studierendenschaft auf solch eklatanten Machtmissbrauch die Strukturen, welche ihn ermöglichen, und Personen, von denen dies ausgeht, mit deutlicher Ablehnung und Widerstand reagieren.
Alternative O-Phase
Auch dieses Jahr unterstützt der AStA die Alternative O-Phase (AOP), in deren Rahmen zahlreiche linke Göttinger Hochschul- und Stadtgruppen ein gewaltig umfangreiches Veranstaltungsprogramm zusammengestellt haben: Seien es kulturelle Angebote, Partys, Einstiegsabende, oder Vorträge und Workshops zu Themenfeldern wie zum Beispiel Antifaschismus, Klimagerechtigkeit, Feminismus, oder Queer-Aktivismus, unter den zurzeit 103 Veranstaltungen diesen Jahres organisiert von 52 verschiedenen Veranstaltern findest du garantiert etwas, dass dich interessiert! Eine Liste aller Veranstaltungen findet ihr im Programmheft (das unter anderem im AStA-Erstibeutel enthalten ist) und auf der
Website der AOP
Und hier die Selbstvorstellung der AOP aus ihrem Programmheft:
“Unsere O-Phase möchte Euch die Chance bieten, die Uni und die Stadt nicht nur als Raum zum Lernen, sondern auch als Raum zum Leben kennenzulernen, liebe Menschen zu treffen und dabei die eigenen Grenzen selbst festzulegen und die anderer zu respektieren. In diesem Programmheft findet ihr Aktivitäten, an denen jede_r teilnehmen kann wie und wann er_sie möchte – ohne Zwang, ohne Drang. Kommt vorbei und habt eine schöne Zeit mit euch und uns – wir freuen uns auf Euch!”
Kultur-Tour
Lust auf einen einzigartigen Einblick in einige Kultureinrichtungen in der Innenstadt? Interessante Fakten, Tipps für Veranstaltungen und private Führungen in der ein oder anderen Einrichtung erwarten dich. Egal ob Theater, Kunst, Literatur oder Musik: alle Bereiche sind vertreten und für jede*n ist etwas dabei. Wir zeigen, besichtigen und stellen wir bei unserer etwa 2,5 stündigen Tour durch die Innenstadt einige Kultureinrichtungen vor und bieten dir die Möglichkeit teils auch selbst Fragen an die Einrichtungen zu stellen. Interessiert? An folgenden Terminen finden die Touren statt: jeweils Donnerstags, am 19.10, am 26.10 und am 02.11. Start ist jeweils um 15 Uhr vor dem Auditorium. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung an:
spaziergang@kulturmaps.de Spontane Gäste sind aber auch herzlich willkommen
Jeja Klein “Hass den Sexismus, aber hab gefälligst Sex?!” - Dienstag 24.10. 19 Uhr, ZHG 105
Im Vortrag “Hass den Sexismus, aber hab gefälligst Sex?!” von Jeja Klein werden die tiefgreifenden patriachalen Strukturen der heutigen Sexualkultur - insbesondere in linken feministischen Räumen unter die Lupe genommen. Ist die heutige sexpositive Kultur all das was sie verspricht? Und wenn ja, warum gibt es dann so viele junge Frauen, die missbräuchliche Erfahrungen machen und lang anhaltende psychische Belastungen davontragen?
„Have Sex, Hate Sexism“ lauet eine weit verbreitete Stickerparole in linken Communities – eine Formulierung, die nahtlos an Imperative des liberalen Feminismus anschließt, der von Frauen nicht nur Bestleistungen in jeder Disziplin verlangt, sondern auch, dabei stets sexy und begehrenswert zu sein. Es sollen massig sexuelle Erfahrungen „zum Spaß" gesammelt und so sich und der Welt bewiesen werden, dass man selber zur Gruppe der emanzipierten Frauen dazugehört, für die die Geschlechtszugehörigkeit kein Hindernis mehr darstellt. Doch die massive Verbreitung von Erfahrungen mit sexuellen Grenzverletzungen und Beziehungsgewalt, die linke Frauen und Feminist*innen äußern, zumeist begangen durch die eigenen Genoss*innen, meistens aber Männer, sprechen eine andere Sprache. Hat der sexpositive Feminismus die Sexualität von Frauen, Enbies und auch von Männern befreit, oder nur eine glitzernde Schicht Lack auf das alte Elend aufgetragen, unter der sich glamourös tausendfaches Scheitern und Leiden verbirgt? Im Vortrag sollen diese Spannungsverhältnisse auch biographisch dargestellt und diskutiert werden, welche Verantwortung inzwischen ältere Feminist*innen eigentlich für den politischen Nachwuchs in Fragen feministischer Sexualkultur tragen – oder tragen sollten.
Antifaschistische Vortragsreihe im Oktober/November
In ganz Europa sind rechtspopulistische Parteien mit geschlossenen nationalistischen Weltbildern auf dem Vormarsch. Sie vertreten eine Ideologie der Ausgrenzung, der wir uns als Vertretung einer pluralistischen Studierendenschaft entschlossen entgegenstellen. Leider sind in den letzten Monaten auch auf dem Campus unserer Universität Sticker und Flyer mit rechtsradikalen Inhalten aufgetaucht. Wir setzen dieser Propaganda nun etwas entgegen: Unter dem Motto “Bildung, Bücher, Barrikaden” veranstalten wir eine antifaschistische Vortragsreihe in Kooperation mit der Basisdemokratischen Linken Göttingen, welche folgende Veranstaltungen beinhaltet:
- "Reise nach Germania” von Leon Montero am 26.10 um 19 Uhr im ZGH 009
- “Das haben wir (nicht) gewollt”, die Vorstellung einer Studie über das Erstarken des Nationalsozialismus in Northeim von 1930-1935 und was wir heute daraus möglicherweise lernen können, am 07.11 um 19 Uhr im ZGH 006.
Die mehrjährige Studie aus dem Jahr 1965 beleuchtet den politischen Werdegang einer deutschen Kleinstadt während der letzten Jahre der Weimarer Republik und der ersten Jahre des Dritten Reiches. Es versucht eine Antwort auf die Frage zu finden, wie eine zivilisierte Demokratie in eine totalitäre Ideologie getrieben werden konnte. Im Vergleich zu späteren Studien, gibt diese einen viel tieferen Einblick in die Gesellschaft, da die Menschen wesentlich offener über das Geschehene berichten. Darüber hinaus versucht der Referent, einen Bezug zum heutigen erstarken der extremen Rechten und möglichen Lehren aus der Vergangenheit herzustellen.
- “Rechte Symboliken erkennen” vom Antifaschistischen Bildungszentrum und Archiv Göttingen (ABAG) am 23.11 um 19 Uhr im VG 4.101. Rechtsradikale verbreiten ihr Weltbild immer wieder auf Propagandamaterial wie Stickern, Flyern oder ähnlichem, leider zum Teil auch auf dem Gelände unserer Uni. Das ABAG veranstaltet mit uns einen Vortrag, bei dem über die Symbole der extremen Rechten und ihre Hintergründe informiert wird.
Leon Enrique Montero: “Reise nach Germania”
Strenge Hierarchien, exzessiver Trinkzwang, reaktionäre Werte: Das und mehr wird Studentenverbindungen nachgesagt. Doch was geschieht abseits der Öffentlichkeit in den Villen und Kellerkneipen, in denen sich Burschen herumtreiben? Der Journalist Leon Enrique Montero begab sich auf eine “Reise nach Germania” in die Welt der Studentenverbindungen - und bewarb sich auch bei einschlägig rechtsextremen Burschenschaften. Das Ergebnis ist ein Portrait einer konservativen Parallelgesellschaft, welches Leon Enrique Montero am 26.10. um 19 Uhr im ZHG 009 vorstellt.
Um mögliche Konflikte zu unterbinden, haben Verbindungsstudenten mit Band keinen Zugang zur Veranstaltung.
Die Vortragssprache ist Deutsch.
Eltern-Kind-Café
Unsere Eltern-Kind-Cafés bieten einmal im Monat einen Raum zum Kennenlernen, Austauschen und Vernetzen.
Neben Spielen und Spaß für die Kinder, habt Ihr hier die Möglichkeit Erfahrungen untereinander zu teilen, Fragen zu stellen oder einfach miteinander zu quatschen.
Das nächste Eltern-Kind-Café wird am 27.10. stattfinden. Über weitere Treffen informieren wir Euch im AStA-Newsletter sowie auf Instagram und Telegram.
TVStud: anstehende Veranstaltungen
Unsere Forderung nach der Tarifierung von studentischen Beschäftigten ist Verhandlungsthema in der Tarifrunde der Länder! Ab dem 26. Oktober kämpfen wir in der ganzen Republik Seite an Seite mit den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) für höhere Löhne und unsere Tarifierung.
Unsere Veranstaltungen zur Vorbereitung auf die anstehende Auseinandersetzung:
27.10. // // 19 Uhr // Autonomicum: Wir schauen zusammen den Arbeitskampf-Film “Pride” und essen Pizza. Checkt für eventuelle Raumänderungen die
AOP Website
01.11. // 20 Uhr // Salamanca:
Kneipen- und Einstiegsabend mit Bier, Limo und leckerem Frittierkram im Salamanca
Außerdem sind wir diesen (!) Mittwoch (18.10.) zu Gast bei der Veranstaltung “Uni als Arbeitgeber? Wir sprechen mit Kolleg*innen über Alltag, Konflikt und Widerstand”. Los gehts 19 Uhr im Autonomicum.
Gedenkstättenfahrt nach Bergen-Belsen am 28.10
Gerade jetzt wo wieder extreme Rechte in Parlamenten sitzen und ein Rechtsruck durch ganz Europa geht, ist es umso wichtiger zu wissen, was der Nationalsozialismus historisch in Europa angerichtet hat.
Darum bieten wir euch die kostenlose Möglichkeit der Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen an. Vor Ort wird es einen geleiteten Rundgang in Englisch und Deutsch geben.
Stattfinden wird unsere Fahrt am Samstag den 28. Oktober, Treffen ist um 8:45 Uhr am Bahnhof in Göttingen. Die Hin- und Rückfahrt wird per Bahn & Bus erfolgen. Bitte den Studierendenausweis mitbringen. Zur Anmeldung schreibt uns einfach eine Mail mit Vor- & Nachname an
veranstaltung@asta.uni-goettingen.de sowie eurem Sprachwunsch. Es sind nur noch wenige Plätze frei. Wenn die Plätze voll sind, gibt es eine Warteliste. Anmeldeschluss ist der 22.10.